Ozeanien war schon immer unser Freund

Die Forschungsgruppe semtracks bescheinigte den Linken kürzlich in einer semantischen Analyse unter dem Titel »Wie extremistisch ist die Linkspartei?«, dass sie »sprachlich kaum anders auftritt als die Parteien der Mitte.« In einem Interview in der taz gelang es semtracks-Gründer Noah Bubenhofer und der Autorin Jana Petersen nun, diese Formulierung so intensiv zu vermeiden, dass genau der gegenteilige Eindruck entsteht. Die Online-Version des Artikels heißt „Die Linke nutzt Schimpfvokabular“ und macht beim Lesen dermaßen glücklich, dass es den Nachdenkseiten gestern einen Hinweis wert war.
Ich habe einen Kommentar bei der taz hinterlassen, aber es ist ein halbes Buch geworden, deshalb lege ich das Werk parallel auch noch hier ab.

Von Noras Herrchen

Die im Interview angesprochenen Untersuchungsergebnisse stammen aus zwei verschiedenen semtracks-Analysen. Ich habe die beiden und eine weitere Studie, die sich mit der Linkspartei beschäftigt, durchgesehen, was kein großes Problem darstellt, weil sie kurz und allgemeinverständlich sind. Und siehe da, Überraschung: So gut wie nichts, was Bubenhofer in dem Interview sagt, steht in einer seiner Analysen. Teilweise steht eher das Gegenteil drin. Wer also glaubt, hier in der taz gerade neutrale, wissenschaftliche Forschungsergebnisse vernommen zu haben, ist hereingelegt worden. Es war die politische Meinung von Herrn Bubenhofer, die hier wiedergegeben wurde, nichts weiter. Und das ist nicht das erste Mal, das ihm so etwas im Zusammenhang mit einer seiner Analysen widerfährt, wie ich anschließend festgestellt habe. Aber der Reihe nach.

Die erste Analyse, »Wie extremistisch ist die Linkspartei?«, hat zum Ziel, »durch Vergleiche mit der Sprache anderer extremistischer Parteien, aber auch durch den Vergleich mit dem Sprachgebrauch einer Partei des bürgerlichen Lagers (…) Indizien für oder gegen eine extremistische Tendenz der Partei Die Linke (zu finden)«. Ausgewertet wurden Texte der NPD, der Republikaner, der CDU/CSU, der “Kommunistischen Plattform der Partei Die Linke” sowie Pressemitteilungen und der Newsletter der Gesamtpartei Die Linke.

Das Fazit der Wissenschaftler ist eindeutig: »Die Analysen haben ergeben, dass es falsch wäre, die Partei Die Linke (PDL) als Ganze als extremistisch einzustufen. Die Gesamtpartei tritt in ihren Pressemitteilungen und Newslettern – abgesehen von den programmatisch bedingten Unterschieden – sprachlich kaum anders auf als die Parteien der Mitte.« Habt Ihr das irgendwo so im Artikel gelesen, sei es in einer Antwort von Bubenhofer oder einer Frage von Frau Petersen? Auf die Frage der taz »Was genau hat denn Die Linke rhetorisch mit der NPD gemein?« hätte Bubenhofers Antwort lauten können: »So gut wie gar nichts« oder »Kaum mehr als die Parteien der Mitte.« Gesagt hat er: »Die Linke ist nicht so nah an rechtsextremer Rhetorik.« Höre ich das Gras wachsen, wenn ich sage, dass das nicht das Gleiche ist? Klingt das nicht ein wenig nach »Der Genosse Stalin hat auch Fehler gemacht«?

Die anschließend von Bubenhofer genannten Punkte beziehen sich samt und sonders auf die Kommunistische Plattform, nicht auf die Gesamtpartei. Hand aufs Herz: Haben das alle gemerkt? Wenn nicht, könnte das auch mit der Art zusammenhängen, wie die Frage formuliert war. Ich hatte beim ersten Lesen den Eindruck, es steht wörtlich so in der Studie, dass Die Linke rhetorische Gemeinsamkeiten mit der NPD hat, und Petersen will das nun von Bubenhofer noch einmal genauer erläutert bekommen. Stimmt aber nicht. Steht nicht drin. Beim zweiten Lesen erscheint mir ihre Frageformulierung noch absurder. Bubenhofer zuvor: »Wir haben herausgefunden, dass die Kommunistische Plattform sprachliche Muster verwendet, die für extremistische Parteien generell üblich sind« Dann Petersen: »Was genau hat denn Die Linke rhetorisch mit der NPD gemein?« Hä? Zusammenhang, wo bist Du?

Die Kommunistische Plattform wird von den Wissenschaftlern anders bewertet als die Gesamtpartei. »In ihrem Sprachgebrauch zeigen sich typische Merkmale des Sprachgebrauchs extremistischer Gruppierungen«, heißt es in der Analyse. Dennoch vermerkt das semtrack-Papier zum Thema Sprachthematisierung semantisch korrekt: »In einer Gesellschaft können einzelne Wörter und Bezeichnungen und die Bedeutung von Begriffen umstritten sein. (…) Die Autoren von Texten verfügen über verschiedene Mittel, ihre kritische Haltung einem Wort oder Begriff gegenüber zu kennzeichnen, etwa indem sie ihnen ein “sogenannt” voranstellen oder sie in Anführungszeichen setzen. Schreibt jemand von der “sogenannten Rechtschreibreform”, dann bringt er damit zum Ausdruck, dass es sich seiner Meinung nach nicht um eine Rechtschreib-, sondern womöglich um eine Falschschreibreform handelt.«

Im Interview findet Bubenhofer dann plötzlich, wer so etwas macht, »(stellt) sehr grundsätzliche Dinge in Frage, Demokratie oder Freiheit zum Beispiel.« Er kann demnach also auf keinen Fall ein Anhänger der Demokratie sein, der unsere Demokratie für keine gute Demokratie hält und sie deshalb in Anführungszeichen schreibt, sondern er muss zwangsläufig ein Gegner der Demokratie sein. Mysteriös. Mein Kontakt zur Linguistik liegt lange zurück und wir haben uns im gegenseitigen Einvernehmen getrennt, aber mir scheint, hier werden Bezeichnendes und Bezeichnetes nicht voneinander unterschieden. Wer ein Wort ablehnt, weil er es für entwertet hält, lehnt deswegen noch lange nicht den vom Wort bezeichneten Gegenstand ab. Er drückt eher seine Wertschätzung für diesen Gegenstand aus, wenn er ihn nicht durch ein verbrauchtes Wort besudelt sehen will.

Die Worte »DDR«, »DDR-Rhetorik« und »Schimpfvokabular« finden sich in keiner der drei von mir gefundenen semtracks-Analysen, die sich mit der Linkspartei befassen. Sie wurden offenbar im Interview von Petersen bzw. Bubenhofer geprägt. Doch durch Bubenhofers Antwort »Es gibt durchaus noch Spuren,…« werden sie indirekt als zutreffend deklariert, so als hätte er gesagt: »Ja, es gibt Spuren von DDR-Rhetorik bei der Linkspartei.« Weiter: In der DDR gab es ideologisches Vokabular, bei der Linkspartei gibt es das auch. Beweis: Worte wie kalt, schlimm, falsch, bitter. Na klasse. Das Wort »schlimm« findet sich nur in der Extremismusanalyse, genau einmal und zwar in einem ausdrücklichen Zusammenhang mit den »Extremisten«. Die Analyse belegt also nicht etwa, dass »Die Linke und insbesondere die Kommunistische Plattform« das Wort verwenden, sondern ausschließlich die Kommunistische Plattform. Das Wort »kalt« findet mein Browser in keinem der drei Dokumente. Und jetzt der Knüller: »bitter« und »falsch« habe ich nur in der Analyse »Verbale Opposition: Die Grünen und die Linke« gefunden – bezogen auf die Grünen. Autsch.

Ob Die Linke »verdecken muss, dass sie aus unterschiedlichen Gruppierungen besteht«, fällt meines Erachtens nach nicht in die Zuständigkeit der Linguistik, das ist politische Meinung. Dass die Linke durch das Nennen vieler Zahlen in ihren Presseerklärungen »Sach- und Faktenkenntnis demonstrieren« möchte, ist eine semantische Möglichkeit. Eine andere wäre, dass sie diese Zahlen im Zusammenhang mit einer politischen Aussage zur Nachweisführung für hilfreich hält. Darauf scheint mir die Studie Grüne/Linke im Originaltext eigentlich hinzudeuten, wenn sie der Linken Argumentationsmuster bescheinigt, »die weniger auf ideologische Begründungen referieren, sondern die erschlagenden Fakten auf den Tisch legen sollen«. Warum hier jetzt auf einmal Ideologiemangel bei der Linkspartei herrscht und warum Fakten statt Ideologie schlecht sind, weiß ich nicht. Die Darstellung Bubenhofers dann im Interview, wonach diese Zahlen ein reiner Selbstzweck seien – »Hauptsache, diese Ziffer steht da« –, ist eine ganz andere als in der Analyse selbst und list inguistikfremd, weil reine Interpretation. Darüber hinaus ist sie für einen unabhängigen Wissenschaftler ausnehmend böswillig.

Die dritte von mir überflogene Analyse »›DIE LINKE fordert‹ – Eine Analyse zu den unterschiedlichen Fassungen des Wahlprogramms der PDL«, enthält folgende fantastische Formulierung »Dass das Verb fordern das frequenteste ist, zeigt, dass die Partei die LINKE keine Regierungsverantwortung anstrebt, sondern aus der Opposition heraus Forderungen formuliert.« Können wir uns bitte darauf einigen, dass das vorsätzlich dämlich ist? Und weil es so schön war, ganz am Ende gleich nochmal: »Wer fordert, fordert immer von jemand anderem, weil er nicht selbst in der Lage ist, zu handeln. So zeigt sich im Fordern der Partei DIE LINKE, dass sie das Regieren nicht anstrebt.« Es könnte ebenso gut sein, dass die Partei schlichtweg nicht mit einer Regierungsbeteiligung rechnet, Gründe für eine solche Annahme gäbe es. Oder dass Linke gerne mal auf den Putz hauen und lieber fordern als »vorschlagen« oder »anregen«. Egal, Schwamm drüber. Dachte sich auch die Welt, und hat genau so berichtet: Fordern – Oppositionsprogramm – und natürlich der Linksruck in der Programmatik.

Zwei Kleinigkeiten noch zum Schluss: Erstens, die »Forschergruppe« semtracks ist so eine Art Firma. Sie hat eine dot.com-Adresse und »führt auch Analysen auf Auftragsbasis durch.« Hat Frau Petersen vergessen zu erwähnen. Könnte wichtig sein für die Einordnung. Motivationslagen, korrekte Quelleninfo und so Traditionalistenzeug. Zweitens, wenn es stimmt, was der Leser Rutzel in den Online-Kommentaren zu dem Artikel schreibt, dann geht das, was ich dazu zu sagen hätte, nicht durch den Spamfilter. Er schreibt (03.08.2009 15:33): »Wirklich bedenklich ist die Bildunterschrift der heutigen Printausgabe: S.13: ›Die Linke: Sie stellt die Demokratie und Freiheit in Frage – ähnlich wie die Rechten.‹« Das behauptet nicht einmal der Verfassungsschutz. Und als Zusammenfassung der Aussage des Artikels kann dieser Satz selbst in Anführungszeichen nicht ernsthaft gelten. Liebe taz-Leser, Ihr wisst, dass der Satz Blödsinn ist. Ihr wisst, dass Petersen weiß, dass das Blödsinn ist, und Ihr wisst, dass die Redaktion weiß, dass das Blödsinn ist. Also was soll das?

Wollen wir jetzt nicht doch mal ein wenig über Meinungsmache reden? Wie viele von Euch haben alle oder die meisten Aussagen in dem Artikel für wissenschaftlich belegt gehalten? Hand hoch, ehrlich! Seht Ihr, hat funktioniert. Wie viele von Euch waren sofort bereit zu glauben, dass die Linkspartei eine »extremistische Rhetorik« verwendet und sind jetzt verwirrt, weil die semantische Analyse das ausdrücklich widerlegt hat? Ich halte mich ja für ein schlaues Kerlchen, und ich habe mich längst entschieden, dass ich bei der Bundestagswahl Die Linke wähle. Aber ich bin nicht Mitglied der Partei und kenne sie auch nur aus dem Fernsehen. Ich habe heute beim Schreiben meines Beitrags gelernt, dass die Kommunistische Plattform nur 850 der 70.000 Mitglieder stellt, gut 1%, und damit die stärkste der als extremistisch eingestuften Gruppen darstellt. Hätte ich viel höher eingeschätzt. Und in wie viel Prozent der Beiträge über die Partei kommt sie wohl vor?

Was sich Petersen und Bubenhofer genau dabei gedacht haben, weiß ich nicht, aber auf Zufälle und Missverständnisse können sie sich nicht herausreden. Bubenhofer hat die in der Extremismusanalyse getroffene Unterscheidung zwischen Linkspartei insgesamt und Kommunistischer Plattform im Interview nahezu vollständig ignoriert und damit die Kernaussage seiner eigenen Studie praktisch auf den Kopf gestellt. Ich kann nicht erkennen, wie so etwas aus Versehen passiert sein könnte. Petersen hat die Studien gut genug gelesen, um daraus ihre Fragen ableiten zu können, aber nicht gut genug, um festzustellen, dass die Gesamtpartei Die Linke »sprachlich kaum anders« auftritt als die Parteien der Mitte. Was Bubenhofer im Interview sagt, steht nicht in seiner Studie, und was Petersen unter das Bild geschrieben hat, steht nicht im Interview. Wenn die taz aus der Nummer wieder rauskommen möchte, dann muss sie einen klaren kulturellen Schnitt machen und den Vorgang aufklären. Ohne neureiches PR- oder Markengewese und bevor jemand zum Anwalt laufen muss.

„Die Linke nutzt Schimpfvokabular“

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8 Antworten zu “Ozeanien war schon immer unser Freund

  1. Sehr aufschlussreich!

    Vielen Dank.

  2. Pingback: War Heinrich von Kleist ein Kommunist?

  3. Ein Brandenburger

    Vielen Dank für den Kommentar in der taz und die Aufdeckung der Manipulationen des Herrn Bubenhofer.
    Leider gibt es noch viel zu wenig Blogs oder auch nur Kommentare mit wissenschaftlich fundierten oder zumindest mit Fachwissen erstellten Beiträgen zu politischen Themen.

  4. Ich hoffe, du hast das schon den Nachdenkseiten zukommen lassen. Überhaupt darauf zu kommen, sich mal die Studie durchzulesen…
    Ich wäre gar nicht auf die absurde Idee gekommen, dass die zugrundeliegende Studie sich noch an gewisse Standards meint halten zu müssen…

    Liebe Grüße,
    Dirk

    • Noras Herrchen

      Ich war wütend. Ich war überzeugt, dass das alles nicht wahr sein kann, aber ich habe keinen Fehler im Interview gefunden. Deshalb habe ich im Internet nach den Studien gesucht. Ich wusste, wie Computerlinguistik funktioniert und hatte daher den Verdacht, dass entweder die Auswahl der untersuchten Texte oder die anschließende Bewertung der häufig vorgefundenen Wörter absurd gewesen sein müssen.
      Eine Methode, „DDR-Rhetorik“ bei der Linkspartei zu „finden“: Suche nach Begriffen und Wendungen, die auf die Arbeiterbewegung zurückgehen, wähle als Vergleichsmaterial Veröffentlichungen der SED und voilà: Du findest reichlich Übereinstimmungen, wetten? Falsche Schlussfolgerungen aus richtigen Ergebnissen bzw. falscher „Versuchsaufbau“ für die zu untersuchende Fragestellung sind gerade im Bereich Gesellschaftswissenschaften recht häufig Ursache für Fehler. Oft geschieht dies aus Versehen, man kann sich aber natürlich auch absichtlich blöd stellen, um auf diese Weise Manipulationen zu verstecken. Fehler dieser Art können auch Nicht-Fachleute finden.

  5. Noras Herrchen

    Ich habe irgendwie Probleme mit meiner Verbindung zur taz. Gestern ist ein Kommentar von mir verschwunden. Man kann ja mal den falschen Knopf drücken oder wegen dem Link zur eigenen Website von einem schlecht gelaunten Spamfilter ausgesiebt werden, kein Grund zur Panik. Jedenfalls war er weg und ich hatte keine Zeit, ihn neu zu schreiben.

    Heute habe ich einen neuen Kommentar geschrieben, abgeschickt um 18:19 – nix. Diesmal habe ich den Text aufgehoben und um 19:57 leicht abgewandelt noch einmal geschickt. Bisher noch immer nix. Sie schreiben auf der Internetseite, dass Kommentare vor dem Freischalten von einem Redakteur genehmigt werden müssen. Wenn die da jetzt Redaktionsschluss haben oder so etwas in der Art, dann haben sie vermutlich die Hände voll. Also erstmal keine Panik und schon gar keine Verschwörungstheorien.

    Gerade ist mir eingefallen, dass ich ja jetzt mein eigenes Blog habe. Kann ich meinen Kommentar also schon mal hier posten, um die Wartezeit ein wenig zu verkürzen.

    @taz
    Hallo, habe ich was falsch gemacht oder braucht Ihr wirklich 1 1/2 Stunden zum Freischalten? Nicht, dass ich nachher wieder mit einem querulantenmäßigen Doppelpost erscheine… Ich versuch’s nochmal ohne den Link zu meiner Seite.

    @alle
    Schade, dass die Diskussion hier scheinbar endet. Wir „Verschwörungstheoretiker“ ziehen von dannen, gezeichnet aber aufrecht, und die „Verschwörungstheoretiker-Entlarver“ haben plötzlich alle dringende Termine. Dabei könnte jetzt ein vernünftiges Gespräch beginnen. Wir haben einen „Fall“. Hat denn niemand etwas zu sagen? Zum Beispiel „Ich hatte recht, es war Meinungsmache, aber ich bin wohl über das Ziel hinausgeschossen“ oder „Mir hängt die Linkspartei immer noch zum Hals raus, aber das mit dem Artikel war nicht korrekt“?

    Möchte sich die Zeitung nicht verteidigen? Es ist schließlich kein Kavaliersdelikt. Unter den taz-Lesern sind viele, für die die Linkspartei bei den Wahlen unter Umständen in Frage kommt. Wenn die Zeitung, der diese Menschen vertrauen, die Partei zu Unrecht als durchgeknallten Haufen von Arbeiter- und Bauernromantikern darstellt, behindert sie deren freie Meinungsbildung. Oder ist so etwas legitim, „Wahlkampf mit harten Bandagen“, sozusagen? Und wenn so ein Artikel bei der taz durchrutscht, warum auch immer, ist es dann wirklich noch so abwegig, dass Ähnliches auch bei ARD und ZDF passieren kann?

    Die SPD-Führung hat geglaubt, dass sie mit Kampagnenjournalismus spielen kann. Sie haben Lafontaine erfolgreich gemobbt, aber nun sind sie selbst dran. Auch Anne Will hat kürzlich eine Medienkampagne vom anderen Ende kennengelernt, nachdem sie im Titel ihrer Sendung „Warum nicht mit den Linken?“ vergessen hatte, das Fragezeichen wegzulassen. Wie wird es wohl den Grünen ergehen, wenn sie eines Tages als Regierungspartei noch einmal Gelegenheit haben werden, sich mit der Genfood- und Atomlobby anzulegen? Es geht doch hier nicht um die Linkspartei, sondern ums Prinzip. Um Meinungs- und Informationsfreiheit und um Euer Recht, die Linkspartei aus den richtigen Gründen nicht zu mögen.

    Nrrch
    thepermanentcampaign(Punkt)wordpress(Punkt)com

  6. Ein Brandenburger

    @Noras Herrchen
    Ich habe Deinen Kommentar bezüglich der Freischaltzeiten der taz erst jetzt gelesen.
    Bei Kommentaren die, sagen wir mal, nach 18.00 Uhr geschrieben werden, erfolgt die Freischschaltung erst am kommenden Vormittag nach 09.00 Uhr. Sonntags u.U. garnicht.

    • Noras Herrchen

      Vielen Dank für die Info, Brandenburger. Ich sollte wohl meinen Tagesrhythmus umstellen… Na dann stehe ich morgen ja wieder wie ein Volldepp da mit meinem Doppelpost.
      Grüße, Nrrch

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